Elektriker zählen immer noch zu den Handwerkern und entsprechend wird auch vom Elektrohandwerk gesprochen. Mittlerweile hat sich aber die Bezeichnung Elektroniker eingebürgert.

Wie in den meisten anderen Ausbildungsberufen braucht man einen Haupt- oder Realschulabschluss, um eine Ausbildung zum Elektroniker machen zu können. Die Lehre dauert drei Jahre und findet sowohl in einem Meisterbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Damit folgt sie dem dualen Ausbildungssystem, das es auch in vielen anderen Berufen gibt.

Man kann heute nicht mehr wirklich von Elektroniker als Aufgabenbezeichnung sprechen. Das Berufsbild hat sich gewandelt, und es gibt immer mehr Spezialisierungen bei den verschiedenen Betrieben.

Ein weites Aufgabenfeld

Als Elektroniker wird man heute zum Beispiel Anlagen und elektronische Bauteile entwerfen und auch installieren. Diese können in einem Wohnhaus eingebaut sein, aber auch einen Roboter steuern oder gar in einem Flugzeug Anwendung finden. Selbst das klassische Feld der Reparaturen ist differenzierter geworden. Wer gerufen wird, um eine Störung zu beheben, muss viel mehr Wissen und Technik mitbringen als nur einen Phasenprüfer und ein paar Ersatzsicherungen.

Elektriker müssen heute mit hochkomplizierten und komplexen System umgehen. Sie sind auch Ausbilder, wenn es darum geht, eine neue Anlage beim Kunden einzurichten und sie den Mitarbeitern vor Ort zu erklären. Eine andere Spezialisierung betrifft die Informationstechnik. Dazu gehören sowohl Kommunikationssysteme als auch die intelligente Vernetzung. Leider liegt der Anteil von Frauen im Beruf noch immer bei nur 12 Prozent.

Ständige Weiterbildung notwendig

Solche Entwicklungen erfordern ständige Aus- und Weiterbildung. Wenn während der Ausbildung ein Betrieb nicht alle Inhalte abdecken kann, kann der Schüler auch eines der Ausbildungszentren der Innung besuchen. Wer nach drei Jahren seine Berufsausbildung abgeschlossen hat, kann sich noch zu einem Meisterkurs anmelden. Das sind aber nur die Grundlagen für den Elektronikerberuf. Inhalte und Aufgaben verändern sich so rasend schnell, dass eine permanente Fortbildung notwendig ist. Das aber macht den Beruf des Elektronikers so spannend, abwechslungsreich und zukunftsträchtig.